Was ist das Besondere an diesem Konzept ?
Die pädagogische Arbeit orientiert sich am Leitbild und den 16. Grundsätzen des Situationsansatzes. Hier stellen wir die Grundsätze des Situationsansatzes in Beziehung zum Projekt, die uns besonders wichtig sind:Die pädagogische Arbeit geht aus von den sozialen und kulturellen Lebenssituationen der Kinder und ihrer Familien Grundsatz Nr.1
Im Mittelpunkt des Kiga´s steht das Leben so, wie es den Kindern hier und heute mit all seinen Erlebnissen und Herausforderungen begegnet. Mit den Kindern wurden sowohl Situationen, mit denen sie sich selbst aktuell auseinandersetzen, als auch solche, die für ihr Aufwachsen in der Gesellschaft unerlässlich sind bearbeitet.
In diesem Zusammenhang ist es wichtig gesellschaftliche Entwicklungen im Blick zu behalten. Nach eingehender Situationsanalyse steht fest, dass in Gondsroth bei 65 % der Kinder beide Elternteile berufstätig sind.
„Die Lebensformen der Familien erfüllen zwar nach wie vor die von ihnen gesellschaftlich erwarteten Leistungen der Erziehung und Sozialisation von Kindern und Jugendlichen, haben dabei aber einen intensiveren Ergänzungs- und Unterstützungsbedarf als noch vor 20 Jahren (vgl. Elfter Kinder- und Jugendbericht S. 122 ff).“
FAZIT:
Gemäß des pädagogischen Ansatzes ist die Vision- die Entwicklung des Kindergartens hin zu einem „Haus für Kinder“ von 3 bis 10 Jahren mit einem flexiblen und bedarfsgerechten Betreuungsangebot, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu sichern. Mit einem räumlichen Angebot, innen und außen, das den Anforderungen des Hessischen Bildungs- und Erziehungsplans gerecht wird.
Räume und ihre Gestaltung stimulieren das eigenaktive und kreative Tun der Kinder in einem anregungsreichen Milieu Grundsatz Nr. 11
Der Kindergarten ist ein Ort für Kinder, in dem sie Geborgenheit finden und Anregungen zur Auseinandersetzung mit der Umwelt erhalten.
Darüber hinaus gilt es im Blick zu behalten, dass sich die Spielmöglichkeiten für Kinder gewandelt haben. Kinder spielen heute nicht mehr auf der Straße, im Wald oder Feld, auch Brachland, zwischen den Häusern ist rar geworden. Kinder sind gezwungen auf eigens für sie ausgewiesenen Spielplätzen zu spielen, die mit bunten (Katalog-) Spielgeräten wie Rutsche, Schaukel und Klettergerüst ausgestattet sind.
Der große öffentliche Spielplatz in Gondsroth ist hauptsächlich eine freie Fläche mit Spielgeräten . Der kleine Spielplatz hinter dem Kindergarten ist nach 17 Jahren „verspielt“.
FAZIT:
Die Vision für den öffentlichen Spielplatz ist die Umgestaltung zu einem generationsübergreifenden „Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft“ mit- einem Sandspielbereich mit einem ausgewogenen Verhältnis von Besonnung und Beschattung
- einer Spielhügellandschaft als natürlichem Kletterobjekt
- mit Höhlen
- mit gestalteten Fahrwegen
- mit einem Baumhaus für die Großen
- mit Kommunikationsnischen für Erwachsene
- einem Wasser- Matschbereich
- einem Sandsee
- einem Kindergärtchen
Erzieherinnen unterstützen Kinder in ihrer Selbständigkeitsentwicklung, indem sie ihnen ermöglichen, das Leben in der Kindertagesstätte aktiv mit zu gestalten Grundsatz Nr. 7
Die Kinder sind aufgefordert, ihre Spielräume aktiv mit zu gestalten, deshalb wurden sie nach ihrer Zufriedenheit mit dem vorhandenen Angebot und nach ihren Wünschen befragt.
Kinder zwischen 3- und 6 Jahren wünschen sich:
- die Möglichkeit, mit Wasser und Sand zu spielen
- die Möglichkeit, sich mit Fahrzeugen zu bewegen (Roller, Dreirad)
- die Möglichkeit zu schaukeln, zu klettern und zu rennen
- die Möglichkeit für freie Bewegungsspiele mit Bällen und Seilen
- die Möglichkeit zum Löcher graben, verändern und dabei Spuren zu hinterlassen
- die Möglichkeit, den Spielraum mit beweglichem Material umzugestalten
- die Möglichkeit, sich zurückzuziehen z. B. in einem Baumhaus, welches nur sie erreichen können oder sich in einer Höhle zu verstecken
- die Möglichkeit, sich mit Fahrzeugen zu bewegen (Inliner, Fahrräder)
- die Möglichkeit Hügel zu besteigen, hinauf zu klettern, herunter zu rutschen und zu purzeln
FAZIT:
Diese Aussagen entsprechen den Beobachtungen der Fachkräfte, allerdings klettern die Kinder häufiger in den Bäumen, als auf den Spielgeräten, deshalb sollen die Außenräume entsprechend naturnah und bewegungsfreundlich umgestalten werden.
Die Kindertagesstätte entwickelt enge Beziehungen zum sozial-räumlichen Umfeld Grundsatz Nr. 14
Das Kindergartenteam versteht sich als aktiver Teil der sozialen Infrastruktur im Ortsteil Gondsroth. Kooperation mit der Schule und die Kontakte zu Vereinen und interessanten Personen aus der Nachbarschaft sind mit den Jahren gewachsen und werden aufmerksam gepflegt.Die Öffnung nach außen ist selbstverständlich und das Kindergartenteam sieht es als seine Aufgabe an, mit den Kindern das Gemeinwesen als Lernort zu nutzen und wenn sich die Möglichkeit bietet aktiv an der Gestaltung des Gemeinwesens mit zu wirken.